Die Entwicklung der Menschheit

Passend zur derzeitigen politischen Diskussion mein Lieblings-Kästner:

Die Entwicklung der Menschheit

Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
bis zur dreißigsten Etage.Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.

Sie hören weit. Sie sehen fern.
Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
Die Erde ist ein gebildeter Stern
mit sehr viel Wasserspülung.

Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
Sie jagen und züchten Mikroben.
Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
Sie fliegen steil in den Himmel empor
und bleiben zwei Wochen oben.

Was ihre Verdauung übrigläßt,
das verarbeiten sie zu Watte.
Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
daß Cäsar Plattfüße hatte.

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.

Erich Kästner

 

Endlich: Der neue Westerwelle-Skandal ist da

Ich hatte es ja schon in meinem Blogeintrag „Viel Lärm um nichts“ vorausgesagt: Die tapfere Spiegel-Online-Redaktion wird nicht lange mit dem nächsten Westerwelle-Skandal auf sich warten lassen. Allerdings scheint ihr langsam die Puste auszugehen, andernfalls kann ich mir dieses nun wirklich oberpeinliche Gewäsch kaum erklären. Diesen Beitrag weiterlesen »

Zastrow: „Mit diesem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst wird die finanzielle Luft für Dresden immer dünner“

Holger ZastrowFDP-FRAKTION IM DRESDNER STADTRAT

PRESSEMITTEILUNG

Zastrow: „Mit diesem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst wird die finanzielle Luft für Dresden immer dünner“

(Dresden/02.03.2010) Nach Medienberichten beziffert Bürgermeister Winfried Lehmann die Mehrkosten für die Landeshauptstadt durch den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst auf bis zu 18 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren. Hinzu kommt aufgrund der Finanzkrise ein Haushaltsloch in Höhe von knapp 200 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren.

Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion Holger Zastrow:

„Mit diesem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst wird die finanzielle Luft für Dresden immer dünner. Die steigenden Personalkosten nehmen den Spielraum für wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Stadt. Die Streichliste der Oberbürgermeisterin dürfte noch einmal länger werden und diese Einschnitte bekommen am Ende alle Dresdner zu spüren. Diesen Beitrag weiterlesen »

Respekt

Heute ist Margot Käßmann zurückgetreten, obwohl  ihr die EKD einstimmig das Vertrauen ausgesprochen hat. Diese persönliche Entscheidung verdient Respekt. Damit hat Margot Käßmann Größe bewiesen. Heinz Eggert, ein lieber Bekannter und Ex-Innenminister Sachsens, hat einen bemerkenswerten Kommentar dazu geschrieben.

Dass es auch anders gegangen wäre, zeigt das Beispiel des Ex-CSU-Generalsekretärs Otto Wiesheu, der 1983 im Suff den Rentner Josef Rubinfeld tödlich verletzte. Dass Rubinfeld sich auf dem Weg in seine alte Heimat Polen befand, wo nahezu seine ganze Familie in Auschwitz umkam, macht diesen Unfall umso tragischer.

Wiesheu trat als Generalsekretär zurück, behielt aber sein Landtagsmandat, wurde 1993 ausgerechnet Verkehrsminister  und erhielt schlussendlich einen gut dotierten Vorstandsposten bei der Bahn AG. Diesen Beitrag weiterlesen »

Langsam wird es albern!

Als Spiegel Online vor einigen Wochen eine Monate zuvor nach nur zwei Tagen ordnungsgemäß deklarierte und für jedermann einsehbare Spende der Substantia AG an die FDP „enthüllte“, habe ich mich insgeheim gefragt, welcher FDP-Skandal diesem Meisterwerk des investigativen Journalismus als nächstes folgen würde. Diesen Beitrag weiterlesen »

Viel Lärm um nichts!

Ich habe mir nun mehrere Male Guido Westerwelles Gastbeitrag in der Welt durchgelesen und kann nach wie vor nichts Anstößiges an diesem entdecken, zumal die OECD ihm ausdrücklich Recht gibt.  Umso erstaunlicher sind die schrillen Reaktionen darauf, die darin gipfelten, dass der schleswig-holsteinische Polit-Versager und Chef-Hetzer Stegner Westerwelle mit dem österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider verglich. Wenn sich überhaupt jemand entschuldigen sollte, dann ist es Stegner, dem aber dafür jegliche Größe fehlt. Dass sich das Propagandablatt für Alt- und Dauer-68er dazu bemüßigt fühlt, sich über 8 Seiten an Westerwelle und der FDP abzuarbeiten, war zu erwarten.

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Jetzt erst recht.

Jetzt erst recht!

Während der Wahlkämpfe des vergangenen Jahres habe ich insgeheim die SPD bewundert. Nicht für ihre wahrlich absurden Kampagnen, sondern vielmehr für den Kampfgeist und das persönliche Engagement ihrer Basis, die trotz desaströser Umfragewerte energisch und mit großer Zuversicht gekämpft hat. Im Straßenwahlkampf haben wir schon ein wenig mitleidig zu den Kollegen von der SPD herübergeschaut.

Jetzt leisten wir der SPD im Umfragekeller Gesellschaft, haben die Hälfte unserer Wähler verloren, die offensichtlich in Scharen zu den Grünen gelaufen sind. Das ist einerseits erstaunlich, weil alles, was die FDP seit der Wahl getan hat, vorher im Wahlprogramm angekündigt wurde und andererseits, weil viele offenbar den fulminanten Fehlstart von Rot/Grün und dessen vorzeitige Beendigung mit einer Erblast von 5 Millionen Arbeitslosen
verdrängt haben. Diesen Beitrag weiterlesen »