Dresden verschläft vollständig das Internetzeitalter!
PRESSEMITTEILUNG
Lohmeyer: Dresden verschläft vollständig das Internetzeitalter
Stadtmarketing im Netz auf Neunziger-Jahre-Niveau
(Dresden) Während andere Destinationen wie Hamburg, Hannover, Köln, Stuttgart oder Dortmund zum Teil sehr erfolgreiche Facebook-Fanseiten, Tourismusblogs oder Twitter-Accounts betreiben, scheint in Dresden noch niemand etwas vom Web 2.0 gehört zu haben. In keinem der derzeit angesagten sozialen Netzwerke ist die Stadt bislang vertreten. Dabei sind sich Tourismusexperten einig, dass Facebook, Twitter und Co. eine ideale und zugleich preiswerte Plattform sind, das Image einer Destination zu pflegen und innovative Produkte bekannt zu machen.
Als eine der wichtigsten Tourismusdestinationen hält Dresden es nach wie vor für ausreichend, potenzielle Gäste in Deutsch und Englisch zu informieren, während alle Mitbewerber dies längst in mehreren Sprachen So sind Prag mit elf, Leipzig mit fünf oder Berlin mit neun Sprachen geradezu vorbildlich. Dazu bemerkt der Dresdner FDP-Kreisvorsitzende Johannes Lohmeyer:
„Nach den Turbulenzen in Dresdens Tourismusbranche und einem sich dramatisch entwickelnden Markt ist es unbegreiflich, dass Dresden fast ein Jahr nach der Zerschlagung der DWT immer noch im Dornröschenschlaf verweilt, während andere Kommunen hier bereits überaus erfolgreich die Chancen des Web 2.0. für sich nutzen.
Es ist fünf nach zwölf. Als größter Arbeitgeber hat der Dresdner Tourismus bereits im letzten Jahr zehn Prozent seiner Jobs verloren. Dieser Trend lässt sich nicht allein mit einer traditionalistischen Plakatkampagne oder einem dürftigen und noch dazu konventionellen Internetauftritt stoppen.
Die Führung des Dresdner Stadtmarketings ist gut beraten, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Dresdens Eigenwerbung auf ein zeitgemäßes Niveau zu bringen. Gerade die sozialen Netzwerke bieten dabei große Chancen, vor allem auch wieder bei der jüngeren Zielgruppe das Interesse an Dresden zu wecken.
Naja, aber Herr Lohmy verschläft doch auch das Web 2.0. Er vergaß, bei der Hundebesitzer-Facebook-Gruppe noch das erste Treffen zumindest abzusagen.
Nein, Spaß. Ich denke ebenfalls, dass in vielen Bereichen in Dresden das Internet nicht so genutzt wird, wie es könnte. Das nicht nur auf die Tourismusbranche bezogen, wobei die 10 Prozent der Jobs schon sehr krass sind (da spielt doch die sagenumwobene Krise sicher auch eine Rolle?)
Habe mich mit einigen Unternehmern unterhalten, die konnten mit den neuen Internetmöglichkeiten quasi gar nichts anfangen. Dabei könnte auch der “kleine Einzelhandel” von den Web 2.0 – Möglichkeiten wirklich profitieren, wie es einige vormachen (saftblog z.B.). Vermutlich fehlt es den Verantwortlichen schlichtweg an Grundwissen. Digital Immigrants, die es nicht geschafft haben.
Asche auf mein Haupt
. Ich bin nicht hingekommen, weil es nicht in der Heide stattfand. Aber abmelden hätte ich mich wirklich können….
Ach, ist ja wirklich nicht tragisch. Das nächste Mal, vermutlich Ende März, wird es dann aber wirklich (bei hoffentlich weniger/keinen Schnee) in der Heide stattfinden. Aber die Hunde-Facebook-Gruppe ist ein gutes Beispiel dafür, wie prima Demokratie funktioniert: Die Mehrheit der Interessenten sagte mir, dass sie nicht gerne in die Heide möchten. Ich berücksichtigte das. Von denen, die nicht in die Heide wollten, kam dann aber niemand.
Sie haben sicher recht, wenngleich ich die Situation in Dresden nicht kenne und nur zufällig auf dieser Seite gelandet bin.
Letztlich ist es aber so, dass sich inzwischen schon die nächste Dimension des Marketings entwickelt. Das Handy in Verbindung mit mobilem Internet wird derzeit als Werbemedium immer mehr genutzt. Aber wenn man schon den letzten Schritt verschlafen hat …
Schauen Sie sich mal um unter http://www.city2click.de. Derzeit wird dieses mobile Stadtinfo-System in Hannover aufgebaut. So etwas würde die Stadt Dresden fast nichts kosten ausser ein wenig Engagement.
Viele Grüße
Detlef Sander
Hallo Herr Sander, vielen Dank für die Info. Den Link schaue ich mir gleich mal an. Beste Grüße Johannes Lohmeyer