Schilda im Hecht

Das Dresdner Hechtviertel, in dem ich arbeite und wohne, hat als Sanierungsgebiet in den letzten Jahren eine ebenso erstaunliche wie erfreuliche Entwicklung vollzogen: Der größte Teil des weitgehend erhaltenen Altbaubestandes ist saniert, das Viertel erfreut sich aufgrund seiner guten Infrastruktur großer Beliebtheit bei jungen Familien. Rund um die Rudolf-Leonhardt-Straße hat sich ein ebenso lebens- wie liebenswerter Kiez entwickelt, zu dessen Highlights die Theaterruine St. Pauli und das Hechtfest gehören.

 Nun plant die Stadt Dresden, im ehemaligen Hostel „Die Boofe“ Platz für 60 Obdachlose zu schaffen. Vornehmlich sollen junge Mütter mit Kindern, junge männliche Obdachlose und ältere männliche Langzeitobdachlose untergebracht werden. Dabei befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft bereits zwei Einrichtungen mit insgesamt 60 Plätzen.

 Gleichzeitig ist geplant, die Betreuung der Obdachlosen einzustellen, so dass diese künftig tagsüber sich selbst überlassen sind.

 Ich halte beides für fatal und werde alles dafür tun, dies zu verhindern.

 Dass auch im sozialen Bereich gespart werden muss, steht außer Frage. Aber doch nicht bei Menschen, die im Polizeijargon oft als „hilflose Personen“ bezeichnet werden. Mütter mit Kindern gemeinsam mit Schwerstalkoholikern und perspektivlosen Jugendlichen unterzubringen, ist schlichtweg menschenverachtend. Wenn schon die Boofe genutzt werden soll, dann doch nur für die jungen Mütter. Dies mit einer intensiven Betreuung, damit wenigstens die Kinder die Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben.

 Aber auch für das Hechtviertel ist eine solche Ansiedlung problematisch. In diesem kleinen, über vier Straßenzüge verteilten Viertel leben 3.700 Einwohner, also knapp 0,8% der Dresdner Bevölkerung. Die Ansiedlung von über 30% der Dresdner Obdachlosen würde bedeuten, dass diese tagsüber die wenigen Grünflächen und Spielplätze bevölkern würden, die jetzt noch intensiv von den hier lebenden jungen Familien genutzt werden. Und dass Obdachlose eine durchaus problematische Klientel sind, wissen wir spätestens seit der Messerstecherei mit einem Todesopfer, die sich vor kurzem in einer Dresdner Einrichtung ereignete. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass künftig die Möbelwagen hier Schlange stehen, weil diejenigen, für die dieses Viertel mit erheblichen Steuermitteln saniert wurde, reißaus nehmen.

 Es geht wohlgemerkt nicht darum, eine missliebige Bevölkerungsgruppe auszugrenzen. Armut und Obdachlosigkeit gehören zu den Schattenseiten unserer Gesellschaft. Wenn wir sie ausblenden, verkommt die barocke Schönheit unserer Stadt zur verlogenen Kulisse. Es geht vielmehr darum, ein kleines, prosperierendes Stadtviertel nicht zu überfordern und denjenigen, die ganz unten sind, ein Stück ihrer Menschenwürde zu bewahren.

 Für beides werde ich mich einsetzen.

16 Kommentare zu „Schilda im Hecht“

  • RalfLippold sagt:

    Danke Johannes!

    Ghettoisierung, und um nichts anderes handelt es sich hier, hat noch nie positive Auswirkungen auf städtisches Gesamtgefüge gehabt. Diese Entscheidung sollte reiflich überdacht werden. Insbesondere da hiermit wieder einmal die Symptome beseitigt werden möchten (Obdachlose auf der Straße, verstreute Betreuung).

    Wesentlich besser wäre das Geld angebracht, den Menschen, die aus oft sehr konkreten Lebensumständen in diese Situation geraten sind, wieder in die Gesellschaft Möglichkeiten zu bieten, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Was sind die Ursachen, dass es dazu kam? Welche strukturelle Situation z.B. im Wirtschaftsleben wie der Verlust des Arbeitsplatzes bewirkt derartige Abstürze? Die Lebensläufe der Betroffenen kennen wir selten, was wir sehen ist das Endergebnis, und das ist zu wenig, um nachhaltige Veränderung der Situation zu erzeugen.

    Generationen- und gesellschaftsschichtsübergreifendes Lernen anstatt Ghettoisierung und Ausblendung der Probleme – dies ist ein innovativer Ansatz. Vielleicht gibt es ähnliches anderswo auf der Welt bereits. Lasst uns gemeinsam aufmerksam suchen. Selten muss was Neues erfunden werden, meist reicht die adaptive Übernahme von Vorhandenem (man nennt es auch Innovation ;-) ).

    Ich erinnere gerade an den “Hauptmann von Köpenick” und die Tatsache, dass wer einmal unten ist in der gesellschaftlichen Pyramide (leider ist es noch eine solche, mit sehr verschlossenen Übergängen zwischen den einzelnen Gesellschaftsschichten), selten wieder hochkommt. Meist sind es Zufälle, die einigen dabei helfen.

    Aufgerüttelte Grüße am Morgen

    Ralf

  • Muyserin sagt:

    Die Herren! Ihre Einlassungen sind ja schön und gut, aber sie erinnern mich doch sehr an das altbekannte NIMBY-Argument: „Nicht in meinem Viertel!“

    Herr Lohmeyer, Sie schreiben: „Vornehmlich sollen junge Mütter mit Kindern, junge männliche Obdachlose und ältere männliche Langzeitobdachlose untergebracht werden.“ An welcher Stelle kann man sich als Bürger denn informieren, aus welcher Motivation heraus gerade diese Zusammensetzung geplant ist, die wahrlich ziemlich katastrophal erscheint?

    Ihre Aussage, „Die Ansiedlung von über 30% der Dresdner Obdachlosen würde bedeuten, dass diese tagsüber die wenigen Grünflächen und Spielplätze bevölkern würden“, mag nicht unwahrscheinlich sein, ist aber zunächst einmal Spekulation. Was heißt denn das konkret, Obdachlosenheim? Ein Krankenhaus ist ja auch nicht nur ein Haus mit lauter Kranken darin, sondern mit speziell auf deren Bedürfnisse abgestimmter Ausstattung. Ich war noch nie in einem Obdachlosenheim und weiß nicht, was außer obdachlosen Bewohnern es als „Heim“ kennzeichnet. Aber man würde doch denken, dass zu einem Heim eine gewisse Betreuung gehört?

    Abschließend eine Frage: wenn man sich, aus welchen Gründen auch immer, gegen ein soziales Projekt stellt, wäre es dann nicht angebracht, über alternative Standorte nachzudenken? Das Argument des prosperierenden Stadtviertels würden von Blasewitz bis Loschwitz ja wohl alle für sich reklamieren, um Berührungsängste mit sozial Benachteiligten zu rechtfertigen. Weniger gedeihende Stadtviertel hingegen als Standort zu erwägen, hieße doch wiederum, der Ghettoisierung Vorschub zu leisten, oder?

    Herr Lippold,

    angesichts eines Obdachlosenheims gleich von Ghettoisierung zu sprechen, halte ich für überzogen. Solange diese Einrichtung Betreuung vorsieht, die auf die spezifischen und speziellen Bedürfnisse der Klientel eingeht, ist daran doch nichts auszusetzen, oder?

    Nicht verstanden habe ich Ihren Satz “Menschen, die aus oft sehr konkreten Lebensumständen in diese Situation geraten sind” – welche Lebensumstände wären denn inkonkret?

    So traurig es ist, nicht alle Menschen sind dazu in der Lage, Hilfe zur Selbsthilfe umzusetzen. Manche können und manche wollen sich auch gar nicht wieder in die Gesellschaft integrieren. Und dennoch verlangt es das Solidaritätsprinzip, dass ihnen Hilfe widerfährt.

    Dies sind meine unmittelbaren Gedanken, vielleicht entspinnt sich ja ein Dialog.

  • Lohmy sagt:

    Die Alternativen gibt es bereits. Die 60 Schlafplätze im Hecht erhöhen das Angebot der 350 stadtweiten Plätze nicht – es sollen Einrichtungen in anderen Stadtteilen geschlossen werden. Insofern stelle ich mich nicht gegen ein soziales Projekt, sondern gegen eine Sparmaßnahme – und dagegen, dass aus einem sozialen Projekt ein unsoziales wird.

    Und @Muyserin, vielleicht etwas besser lesen: Die Betreuung soll völlig eingestellt werden.

  • Martin Seidel sagt:

    Sehr geehrter Herr Lohmeyer,

    Ihr Beitrag enthält nichts als Ihre persönlichen Spekulationen. Woher nehmen Sie die Behauptung, dass die von Ihnen beschriebenen Personengruppen in der “Boofe” untergebracht werden soll, falls diese sich überhaupt für eine Obdachlosenunterbringung eignet? Wieso behaupten Sie, dass die Betreuung der Obdachlosen tagsüber eingestellt werden soll? Wie kommen Sie zu der Annahme, dass sich mit einem neuen Angebot die Gesamtzahl der Unterbringungsplätze in Dresden nicht erhöht? Ich würde ihnen empfehlen, sich vorher zu erkundigen, ob und was genau geplant ist, bevor Sie falsche Spekulationen Ihrerseits veröffentlichen. Ein Telefonat reicht dafür oftmals schon aus…

  • Muyserin sagt:

    Herr Lohmeyer, Dank für Ihre Antwort. Nachdem ich mir doch einige Zeit für die Formulierung meiner Gedanken nahm, empfinde ich Ihren Rat, ich solle „besser lesen“, etwas unangebracht. :/

    Sei’s drum. Ich hatte das keineswegs überlesen, sondern mich insbesondere verwundert darüber geäußert, was konkret ein Heim zu einem Heim machen soll, wenn dort keine Betreuung stattfindet.

    Vielleicht darf ich eine konkrete Frage nachschieben? Wie hoch war der bisherige städtische Etat, der nun den Kürzungen zum Opfer fällt? Falls Sie die Zahlen nciht parat haben, genügt mir auch ein Tipp, wo ich mich informieren könnte. Vielen Dank.

  • Lolli sagt:

    Martin, hast du das verzapft? Da wundert mich gar nichts mehr. Ich hatte mich um das Haus bemüht, um es wieder als Hostel bzw. Herberge zu betreiben. Hätte im besten Fall ein paar Arbeitsplätze und Steuern auch für die Stadt gegeben. Allerdings hatte ich ein paar bestimmte bauliche Anforderungen an die Besitzer und die Miete sollte auch der Lage und dem Zustand des Gebäudes angemessen sein. Kein Wunder das das nichts wird, wenn da die Stadt als ein quasi vor Insolvenz sicherer Mieter auftritt. Und garantiert auch noch mehr Miete zahlt.
    Na macht mal Jungs, ihr habts ja, ich unterstütze euch gern dabei mit meiner Gewerbesteuer. Viel Spaß mit dem Haus.

  • Lohmy sagt:

    @Muyserin, sorry, mein Hinweis auf das Lesen sollte kein Angriff sein; ich hatte lediglich bereits in meinem Artikel erwähnt, dass es aufgrund der fehlenden Betreuung dazu kommen wird, dass künftig 120 Obdachlose die Zeit zwischen der morgendlichen Schließung und der abendlichen Öffnung der Einrichtungen irgendwo im Hecht verbringen müssen/werden.
    Das Wort “Heim” werden Sie in meinem Artikel nicht finden. Eine bloße Verwahreinrichtung als Heim zu bezeichnen, wäre auch recht zynisch.

  • Muyserin sagt:

    Danke für die Klarstellung.

  • Annekatrin Klepsch sagt:

    Sehr geehrter Herr Lohmeyer,

    in Ihrem heutigen Beitrag beklagen Sie das Ausnutzen des Sommerlochs zur persönlichen Profilierung im politischen Geschäft. Doch nichts anderes war Ihr Versuch, mit dem Thema “Boofe als Obdachlosenheim” an die Presse zu gehen.

    Besonders traurig ist es, wenn Sie als studierter Sozialpädagoge nicht die Frage nach den Ursachen für die wachsende Obdachlosigkeit in Dresden stellen, sondern die Menschen, die bereits ganz unten angekommen sind und unsere Hilfe als Gesellschaft benötigen, nochmals herabwürdigen.
    Stattdessen schieben Sie Mütter mit kleinen Kindern vor, die Sie vor Obdachlosen schützen wollen, doch eigentlich meinen Sie Ihre Hotelgäste, denen Sie die andere Seite der Marktwirtschaft nicht zumuten wollen.

    Als Stadträtin frage ich mich, was Sie veranlasst, offensichtlich interne Überlegungen der Verwaltung zu veröffentlichen, denn bis heute gibt es weder eine Diskussion noch einen Beschluss dazu, die Boofe als Übergangswohnstätte einzurichten.

    Als langjährige Bewohnerin des Hechtviertels ärgert mich Ihre Äußerung umso mehr, weil bereits in den letzten zehn Jahren zu beobachten war, wie aufgrund von Sanierungen ein Stadtteil sozial entmischt wird.

    Annekatrin Klepsch, MdL
    Stadträtin DIE LINKE

  • Lohmy sagt:

    Sehr geehrte Frau Klepsch,

    darauf habe ich ja nur gewartet. Jemandem, dessen Partei sich im Besitz des Monopols auf soziale Kompetenz wähnt, ist es natürlich unvorstellbar, dass auch Andersdenkende sozial eingestellt sind. Ich mache mir selbstverständlich Gedanken über die Ursachen von Obdachlosigkeit und Armut – deswegen engagiere ich mich u.a. sehr intensiv für die Dresdner Tafel.

    Es gehört schon viel Boshaftigkeit dazu, mir zu unterstellen, diese Menschen herabzuwürdigen. Sie können ja gerne mal den Leiter den Niklashofs nach der gut nachbarschaftlichen Zusammenarbeit unserer Häuser fragen. Herabwürdigend ist es, sie konzentriert in ein kleines Stadtviertel zu quetschen. Und zwar für die Obdachlosen und die Anwohner.

    Mir zu unterstellen, ich habe nur meine Hotelgäste im Sinn, ist dreist und unverschämt, passt aber in das ideologische Denkmuster der Linken. Meine Gäste nutzen weder den Park, noch den Spielplatz. Als Hotelier kann mir diese Ansiedlung herzlich egal sein.

    Durch das Sanieren des Viertels entsteht Zuzug und Arbeit. Und Steuereinnahmen. Und die brauchen Sie und Ihre Genossen doch zur Realisierung Ihrer wirren Umverteilungsphantasien. Als ich 1996 in den Hecht zog, war ein erheblicher Teil der Bausubstanz unbewohnbar – als Folge der ruinösen Politik Ihrer Partei über 40 Jahre hinweg. Es gehört schon eine selbst für linke Verhältnisse beachtliche Portion Weltfremdheit dazu, die Entwicklung der letzten Jahre zu bedauern.

    Johannes Lohmeyer
    FDP Kreisvorsitzender

  • d.h. sagt:

    Schön,dass ein Name, der vor 13 Jahren begründet wurde, in aller Munde ist.
    “Boofen” und ne “Boofe” gibt eben egel in welcher wirtschaftlichen Situation sich eine Person befindet, ein sicheres Gefühl…

    Nur schade ist , dass DD wieder mehr ausgeben möchte als notwenig. Die Miete ist eh zu hoch, schon deshalb sollte eine Vertragsunterzeichnis durch die Stadt vermieden werden…

  • torsten sagt:

    Politiker unter sich. Immer wieder deprimierend.

  • Annekatrin Klepsch sagt:

    Ach Herr Lohmeyer,

    ein kritischer Diskurs gehört zum politischen Geschäft dazu, das wissen Sie genauso gut wie ich.

    Seit wann macht sich die Steuersenkungspartei FDP Gedanken über Steuereinnahmen? Den Ball “Umverteilungsphantasien” spiele ich gern zurück, immerhin ist es der FDP zu verdanken, dass mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz die Umsatzsteuer für Hotelübernachtungen gesenkt wurde.
    (Dass die Gewerbesteuer, die Sie gern im Hechtviertel erwirtschaftet sehen wollen, kommunal und nicht stadtviertelweise erhoben und ausgegeben wird, dürfte Ihnen bekannt sein.) Und dass die DDR eine ruinöse Politik mit der Altbausubstanz betrieben hat, ist kritikwürdig, keine Frage.

    Ihr Engagement bei der Dresdner Tafel ehrt Sie, doch genau das unterscheidet Ihre und meine Partei: Sozialpolitisches Ziel muss doch sein, dass es keiner Tafeln bedarf, bei der Menschen gespendete Almosen in Form von Essen, Kleidern und Möbeln erhalten. Insofern gibt es kein Monopol auf Sozialpolitik, auch nicht für die LINKE, sondern wird bekanntermaßen aus verschiedenen Perspektiven betrieben. Dort setzt dann die Idee des demokratischen Aushandelns an, wie eine Gesellschaft ihr Zusammenleben gestaltet.

    Die spannende Frage ist doch: Wie kann es gelingen, Menschen, die durch Obdachlosigkeit , Arbeitslosigkeit und evtl. Suchtkrankheiten sozial auf der untersten Stufe stehen, wieder zu integrieren und eben nicht nur aus dem Blickfeld der Mittelschicht zu verdrängen und in Einrichtungen wie der Tafel abzufertigen?

  • Lohmy sagt:

    Hallo Frau Klepsch,

    gut gekontert, gratuliere. Und da der ermässigte Mehrwertsteuersatz für Hotels auch im Wahlprogramm der Linken stand -und sich die Bundestagsfraktion der Linken dankenswerterweise in der von den Grünen dazu abgehaltenen aktuellen Stunde des Bundestages komplett enthalten hat, können wir hier einen gemeinsamen Erfolg verzeichnen.

    Mich hat an Ihrem Kommentar gestört, dass Sie mir ein eigennütziges Interese als Hotelbetreiber unterstellt haben, was schlichtweg daneben ist. Etwas Fairness im politischen Dirkurs erwarte ich auch von Ihnen.

    Ich habe als Parteichef und Hechtbewohner gebloggt. Und falls Sie nach wie vor der Meinung sind, dass es sinnvoll ist, 30% der Dresnder Obdachlosen in einem Viertel einzuquartieren, in dem gerade 0,8% der Dresdner Bevölkerung lebt, diskutiere ich das gerne mal in einer Einwohnerversammlung im Hecht mit Ihnen persönlich.

    Was halten Sie davon?

    Breste Grüße
    Johannes Lohmeyer

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