Artikel-Schlagworte: „Mehrwertsteuer“

Fakten gegen Hetzkampagne!

Gerade erst wieder gestern hat SPD-Popsack und Chefpopulist Gabriel von “Milliarden für die Hotellerie” gefaselt. Richtig: Der Gabriel, mit dessen Mitwirkung letztes Jahr 5 Milliarden dafür verblasen wurden, Autofabriken in aller Welt zu subventionieren und freie Werkstätten in Deutschland plattzumachen – nach einer üppigen Spende der Autoindustrie an die SPD. Kollegen eines Hotels in Würzburg hatten die gute Idee, die Gäste künftig aus erster Hand per Willkommensbrief direkt und wahrheitsgemäß über die Mehrwertsteuer in Hotels zu informieren. Eine gute Idee, der sich unsere Hotels anschließen: Diesen Beitrag weiterlesen »

Jetzt drehen die Sozen völlig am Rad!

Die Dresdner SPD, mangels politischer Substanz und seriöser Themen immer für eine bizarre Idee gut, fordert jetzt die Abgabe einer Kulturtaxe. Damit soll u.a. das Kraftwerk Mitte umgebaut werden.Zum besseren Verständnis zunächst mal einige Fakten zur Situation der Dresdner Hotellerie: Seit der Zerschlagung der DWT findet kaum noch ein nennenswertes Tourismusmarketing statt. Anders als die Jubelmeldungen der DMG glauben machen wollen, sind die Übernachtungszahlen rückläufig – der Anstieg Ende 2009 hing mit dem 4. Striezelmarktwochenende zusammen, das weit genug von Heiligabend entfernt war, um noch als Reisewochenende genutzt zu werden. 2009 mussten alleine 4 Hotels Insolvenz anmelden.

Ohne die ermäßigte Mehrwertsteuer, die uns ein wenig Luft verschafft, hätten die dramatischen Übernachtungseinbrüche zweifellos im 1. Quartal zu weiteren Insolvenzen geführt und am Bestand der immer noch 23.000 Arbeitsplätze in der Hotellerie gerüttelt. Dresden ist Schlusslicht beim Umsatz pro verfügbaren Zimmer (RevPar), dem wichtigsten Parameter zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Hotels und steht in der deutschen Top Ten auf dem letzten Platz bei den Preisen.  Die Situation verschärft sich in den kommenden 2 Jahren durch 2000 neue Betten auf dem Markt.Vom Tourismus profitiert die Hotellerie nur zu gut 30%. Der Rest fließt in den Handel, in die Taxibranche (7% MWSt.) und in den ÖPNV (0%). Da stellt sich die Frage, warum die SPD die beiden letzteren nicht zur Kasse bitten will – das passt wohl ideologisch nicht so ganz…

Ich frage mich, was die Hotellerie in Radebeul und Leipzig der Dresdner SPD dafür gespendet hat, den eigenen Standort  so massiv beschädigen zu wollen. Die Genossen übersehen bei ihrer reichlich populistischen Forderung völlig, dass sämtliche  touristisch relevanten Highlights (Frauenkirche, Semperoper, Gemäldegalerie, Grünes Gewölbe) überhaupt nicht von der Stadt unterhalten werden, und ist nur eine der zahlreichen Ungereimtheiten sozialdemokratischer Logik. Ihr Vorstoß ist  durch und durch ideologisch motiviert, das zeigt der skurrile Vorschlag, Betriebe unter 49 Betten nur mit der halben Abgabe zu belegen. Dass die kleinen Betriebe in der Regel höhere Zimmerpreise erzielen, gehört wohl zu den Details, um die sich die roten Schwadroneure noch nie sonderlich geschert haben.

Die Tatsache, dass nur Hotels, die Gewinn machen, auch Gewerbe- und Körperschaftssteuer (bzw. Einkommensteuer) zahlen, beweist die Kurzsichtigkeit der SPD.  Was man auf der einen Seite abschöpft, geht auf der anderen Seite dem Stadthaushalt wieder verloren – dazwischen liegt zusätzlicher Verwaltungsaufwand, so dass unter dem Strich ein Minusgeschäft daraus würde.

Nicht zuletzt ist die Idee der SPD höchstgradig unsozial: Die 8 Euro, die für ein Wochenende im Doppelzimmer zu berappen sind, treffen das Ehepaar, das zum Sempernopernball im Taschenbergpalais logiert, kaum – für die Familie, die ein Dresden Arrangement bucht oder das Rentnerehepaar, das mit einem Bus nach Dresden reist, ist dieser Betrag durchaus eine Belastung.  Auf die Erklärung der SPD, warum die Gäste des Luxushotels “Suitess” (24 Betten – Doppelzimmerpreis 220 Euro) doppelt soviel Kulturtaxe zahlen sollen als die des Ibis Hotels (600 Betten – Doppelzimmerpreis 69 Euro) darf man wirklich gespannt sein ;-)

Zur Motivlage der SPD kann nur gemutmaßt werden, dass sie es offenbar darauf anlegt, Arbeitsplätze im großen Stil zu vernichten, um die Zahl derer, die sie dann mit Segnungen aus dem großen Umverteilungs-Füllhorn begrücken kann, künstlich zu vergrößern.

Hier die Pressemitteilung der FDP-Stadtratsfraktion:  Diesen Beitrag weiterlesen »

Gedanken zur Mehrwertsteuer

Wenn die ebenso absurde wie scheinheilige Debatte um die Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen etwas Positives hatte, dann ist es die Tatsache, dass dieses hochkomplizierte und ungerechte Steuersystem wieder in das öffentliche Interesse gerückt ist. Und wenn unsere Partei ihr Versprechen eines einfachen und gerechten Steuersystems halten will, ist das die größte Baustelle. Diesen Beitrag weiterlesen »