Artikel-Schlagworte: „Stadtmarketing“

Tourismusabgabe statt Kultursteuer

Lohmeyer: Tourismusabgabe statt Kultursteuer

 (Dresden, 19.08.2010) Der Kulturausschuß hat sich mit den Stimmen von Linkspartei, SPD und Bürgerfraktion mehrheitlich für die Einführung einer „Kultursteuer“ ausgesprochen, die von der Dresdner Hotellerie erbracht werden soll.

Dazu erklärt der Dresdner FDP-Vorsitzende Johannes Lohmeyer: Diesen Beitrag weiterlesen »

Nassauer in Nadelstreifen

Aktives Destinationsmarketing gehört zu den kommunalen Aufgaben. Ist es erfolgreich, bezahlt es sich von selbst: Durch die Ansiedlung von Unternehmen, den Zuzug von Fachkräften, durch Investitionen und als attraktiver Studiums- und Ausbildungsstandort.

Dies hat mit einiger Verspätung auch Dresden erkannt und mit der Gründung der Dresden Marketing GmbH die richtigen Strukturen geschaffen, die Marke Dresden international zu etablieren.

Beim Tourismusmarketing als Teil des Destinationsmarketings verhält es sich ein wenig anders. Zwar erzielt die Kommune auch hier im Wege der Umwegrentabilität Einnahmen. Da aber die touristischen Leistungsträger überproportional vom Tourismusmarketing profitieren, ist es üblich und auch angemessen, dass dieser Bereich aus der Wirtschaft kofinanziert wird. In den meisten Städten beteiligen sich alle Nutznießer des Tourismus finanziell daran. Neben der Hotellerie, die gut ein Drittel der durch den Tourismus fließenden Gelder vereinnahmt, leisten auch die Gastronomie, der Handel, die Taxiinnung, etc. ihren Beitrag, in deren Kassen immerhin 70% der Erlöse landen. In Dresden ist das bislang bedauerlicherweise nicht gelungen. Hier beteiligt sich traditionell nur die Hotellerie. Diesen Beitrag weiterlesen »

Nein zur Umweltzone!

FDP DRESDEN   PRESSEMITTEILUNG

 Maßnahmenpaket statt Umweltzone

- Fahrverbote würden vor allem Mittelstand treffen

(Dresden/23.06.2010) Auf der Tagesordnung des Dresdner Stadtrates steht morgen eine Expertenanhörung zum Thema Luftreinhaltung und Umweltzone. Die Dresdner FDP spricht sich vehement gegen die Einführung einer Umweltzone in Dresden aus. Bereits der Frühjahrsparteitag des Kreisverbandes hatte einen entsprechenden Beschluss gefasst. „Die Fahrverbote beträfen vor allem kleine und mittlere Unternehmen, zahlreiche Geschäfte und viele Selbstständige, deren Fuhrpark zu über 40 Prozent aus älteren Fahrzeugen besteht und denen das Kapital fehlt, kurzfristig umzustellen. Betroffen wäre mit dem Tourismus zudem einer der wichtigsten Dresdner Wirtschaftszweige, da beispielsweise die Busflotten der Reiseunternehmer unter ein Fahrverbot in Dresden fallen würden“, so FDP-Kreischef Johannes Lohmeyer. Diesen Beitrag weiterlesen »

Gewinnspiel: Kreative Hilfe gesucht!

Liebe Facebook-, Xing- und Twitterkontakte!

Ich brauche einen Kreativitätsschub: Gemeinsam mit der Hoga Schloss Albrechtsberg, dem Tourismusverband Dresden und Branchenkollegen wollen wir an einem Oktoberwochenende Schulabsolventen aus ganz Deutschland mitsamt Eltern nach Dresden einladen, die Stadt, unsere Betriebe und die Hoga präsentieren, um uns so als Ausbildungsstandort zu profilieren und Auszubildende für das Jahr 2011ff gewinnen. Arbeitsthema ist „Dresden – die ausbildungsfreundlichste Stadt!“ Diesen Beitrag weiterlesen »

Jedes neue Hotel beschädigt den Standort Dresden

Kommentar in der Pro&Contra-Rubrik der heutigen DNN

Als Liberaler bin ich selbstverständlich ein Verfechter freier und unregulierter Märkte. Der Dresdner Hotelboom ist allerdings dem Gegenteil von Marktwirtschaft geschuldet: Durch hohe Abschreibemöglichkeiten wird jedes neue Hotel vom Steuerzahler mitfinanziert – hier einzugreifen wäre also kein ordnungspolitischer Sündenfall, sondern ein Kompensieren früherer steuerpolitischer Fehlentscheidungen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Sie gefährden Arbeitsplätze, Herr Nolle!

FDP Kreisverband Dresden

Pressemitteilung

Sie gefährden Arbeitsplätze, Herr Nolle!

(Dresden, 19.April 2010) Nach mehrmonatiger Polit-Abstinenz meldete sich heute der Dresdner SPD-Landtagsabgeordnete Karl Nolle mit der Forderung zurück, den Semperopernball abzuschaffen.

Dazu erklärt der Dresdner FDP-Kreisvorsitzende Johannes Lohmeyer: „Nachdem Nolle mit seinen Tillich-Tiraden die SPD erfolgreich in die Opposition gepöbelt hat, zeigt er einmal mehr, welch schlichten Geistes Kind er ist. Der Semperopernball ist privat finanziert und führt über eine hervorragende Umwegrentabilität zu Steuereinnahmen der Stadt. Im eher mageren 1. Quartal ist er für den Dresdner Tourismus der einzige Höhepunkt, der zudem zum positiven Image Dresdens beiträgt. Dass davon 23.000 Arbeitsplätze direkt abhängen, ist Polit-Schwadroneur Nolle offenbar egal, so lange er es persönlich  nur irgendwie in die Zeitung schafft.

Karl Nolles Bemerkungen zum Fest vor der Oper entstammen wohl eher seinem ideologischen Gehirnschwurbel als eigenem Erleben. Ich habe selbst draußen gefeiert und viele Bekannte getroffen, die sich eine Ballkarte ebenfalls durchaus hätten leisten können, aber die unvergleichliche und zwanglose Atmosphäre auf dem Theaterplatz vorzogen. Und die lassen wir Dresdner uns auch in Zukunft nicht vom Enfant Blamable der sächsischen SPD vermiesen.“

Jetzt drehen die Sozen völlig am Rad!

Die Dresdner SPD, mangels politischer Substanz und seriöser Themen immer für eine bizarre Idee gut, fordert jetzt die Abgabe einer Kulturtaxe. Damit soll u.a. das Kraftwerk Mitte umgebaut werden.Zum besseren Verständnis zunächst mal einige Fakten zur Situation der Dresdner Hotellerie: Seit der Zerschlagung der DWT findet kaum noch ein nennenswertes Tourismusmarketing statt. Anders als die Jubelmeldungen der DMG glauben machen wollen, sind die Übernachtungszahlen rückläufig – der Anstieg Ende 2009 hing mit dem 4. Striezelmarktwochenende zusammen, das weit genug von Heiligabend entfernt war, um noch als Reisewochenende genutzt zu werden. 2009 mussten alleine 4 Hotels Insolvenz anmelden.

Ohne die ermäßigte Mehrwertsteuer, die uns ein wenig Luft verschafft, hätten die dramatischen Übernachtungseinbrüche zweifellos im 1. Quartal zu weiteren Insolvenzen geführt und am Bestand der immer noch 23.000 Arbeitsplätze in der Hotellerie gerüttelt. Dresden ist Schlusslicht beim Umsatz pro verfügbaren Zimmer (RevPar), dem wichtigsten Parameter zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Hotels und steht in der deutschen Top Ten auf dem letzten Platz bei den Preisen.  Die Situation verschärft sich in den kommenden 2 Jahren durch 2000 neue Betten auf dem Markt.Vom Tourismus profitiert die Hotellerie nur zu gut 30%. Der Rest fließt in den Handel, in die Taxibranche (7% MWSt.) und in den ÖPNV (0%). Da stellt sich die Frage, warum die SPD die beiden letzteren nicht zur Kasse bitten will – das passt wohl ideologisch nicht so ganz…

Ich frage mich, was die Hotellerie in Radebeul und Leipzig der Dresdner SPD dafür gespendet hat, den eigenen Standort  so massiv beschädigen zu wollen. Die Genossen übersehen bei ihrer reichlich populistischen Forderung völlig, dass sämtliche  touristisch relevanten Highlights (Frauenkirche, Semperoper, Gemäldegalerie, Grünes Gewölbe) überhaupt nicht von der Stadt unterhalten werden, und ist nur eine der zahlreichen Ungereimtheiten sozialdemokratischer Logik. Ihr Vorstoß ist  durch und durch ideologisch motiviert, das zeigt der skurrile Vorschlag, Betriebe unter 49 Betten nur mit der halben Abgabe zu belegen. Dass die kleinen Betriebe in der Regel höhere Zimmerpreise erzielen, gehört wohl zu den Details, um die sich die roten Schwadroneure noch nie sonderlich geschert haben.

Die Tatsache, dass nur Hotels, die Gewinn machen, auch Gewerbe- und Körperschaftssteuer (bzw. Einkommensteuer) zahlen, beweist die Kurzsichtigkeit der SPD.  Was man auf der einen Seite abschöpft, geht auf der anderen Seite dem Stadthaushalt wieder verloren – dazwischen liegt zusätzlicher Verwaltungsaufwand, so dass unter dem Strich ein Minusgeschäft daraus würde.

Nicht zuletzt ist die Idee der SPD höchstgradig unsozial: Die 8 Euro, die für ein Wochenende im Doppelzimmer zu berappen sind, treffen das Ehepaar, das zum Sempernopernball im Taschenbergpalais logiert, kaum – für die Familie, die ein Dresden Arrangement bucht oder das Rentnerehepaar, das mit einem Bus nach Dresden reist, ist dieser Betrag durchaus eine Belastung.  Auf die Erklärung der SPD, warum die Gäste des Luxushotels “Suitess” (24 Betten – Doppelzimmerpreis 220 Euro) doppelt soviel Kulturtaxe zahlen sollen als die des Ibis Hotels (600 Betten – Doppelzimmerpreis 69 Euro) darf man wirklich gespannt sein ;-)

Zur Motivlage der SPD kann nur gemutmaßt werden, dass sie es offenbar darauf anlegt, Arbeitsplätze im großen Stil zu vernichten, um die Zahl derer, die sie dann mit Segnungen aus dem großen Umverteilungs-Füllhorn begrücken kann, künstlich zu vergrößern.

Hier die Pressemitteilung der FDP-Stadtratsfraktion:  Diesen Beitrag weiterlesen »